CBD Gegen Bluthochdruck: Erfahrungen, Dosierung & Kaufen 2021

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Bluthochdruck – der lautlose Mörder

Der gemessene Blutdruck setzt sich aus zwei Messwerten zusammen: systolischer und diastolischer Blutdruck. Systolisch ist der Druck in den Arterien, wenn das Herz schlägt, als diastolisch bezeichnet man den Druck in den Arterien zwischen den Schlägen. Wenn Sie Ihren Blutdruck messen, dann liegen Sie laut American Heart Association innerhalb von 5 Kategorien, die für Erwachsene gelten[1]:

  • Gesund: Ein gesunder Blutdruck liegt bei oder unterhalb 120/80 Millimeter Quecksilber (mm Hg);
  • Überhöhter Blutdruck: systolisch zwischen 120 und 129, diastolisch unter 80;
  • Bluthochdruck Stufe 1: systolisch zwischen 130 und 139 oder diastolisch zwischen 80 und 89;
  • Bluthochdruck Stufe 2: systolisch über 140 oder diastolisch über 90;
  • Kritischer Bluthochdruck: systolisch über 180 oder diastolisch über 120.

Bluthochdruck ist eine stille Krankheit, denn er kann den Körper jahrelang schädigen, ohne dass es zu offensichtlichen Symptomen für den Betroffenen kommt. Ein zu hoher Blutdruck zählt neben Rauchen, hohen Cholesterinwerten und Diabetes zu den vier großen Risikofaktoren für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Nach einer großen Metastudie, die Daten von 250.000 Menschen über 10 Jahre Beobachtung auswertete, kann schon einer dieser Risikofaktoren das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung verzehnfachen[2].

Bluthochdruck und Komplikationen

Bluthochdruck führt zu Komplikationen mit Arterien, dem Herzen und dem Hirn. Arterien werden enger und weniger elastisch, das begünstigt Verstopfungen in den Blutbahnen. Das Herz muss häufiger und mit mehr Kraft pumpen, weshalb es zu einem vergrößerten Herzen kommen kann. Bei Menschen mit Bluthochdruck kann die Blutversorgung des Gehirns beeinflusst und eine Unterbrechungen der Blutzufuhr begünstigt[3] werden.

Trotz bekannter Zusammenhänge kommt Bluthochdruck der Stufe 2 (mindestens 140 systolisch oder 90 diastolisch) in Deutschland bei knapp 20 % der Bevölkerung vor. Damit gehört Deutschland noch immer zu den Top 10 weltweit, die von Russland, Indien und Brasilien angeführt werden[4].

Bluthochdruck wird über Lifestyle-Veränderungen und Medikamente behandelt. Neue, nebenwirkungsarme Therapien sind stets nachgefragt. In diesem Beitrag bewerten wir aktuelle Forschungsarbeiten zur Wirkung des Cannabinoids Cannabidiol CBD Gegen Bluthochdruck.

CBD zur Senkung des Blutdrucks?

Es gibt interessante und vielversprechende erste Ergebnisse zur Wirkung von CBD, die es auch für die Anwendung gegen hohen Blutdruck interessant machen. Diese Forschungsresultate beziehen sich auf Labor- und Tierstudien, die CBD in Zusammenhang mit Herzkrankheiten, Schlaganfall oder Diabetes untersucht haben.

Das erste positive Ergebnis: CBD zeigt wenig Auswirkung auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit von gesunden Tieren. Forscher bewerten das als Zeichen des guten Sicherheitsprofils, denn ein gesunder Körper sollte unversehrt bleiben. Zweitens wirkte CBD schützend auf bestehende Krankheiten, meist aufgrund seiner entzündungshemmenden, antioxidativen, gefäßschützenden, kardio- und neuroprotektiven Wirkung[5].

Das sind vielversprechende Resultate, die für eine Wirkung von CBD gegen Bluthochdruck sprechen, doch die Ergebnisse aus Tiermodellen können nicht ohne Weiteres auf den Menschen übertragen werden. Um die Ergebnisse aus diesen vorläufigen Versuchen zu bestätigen, müssen klinische Studien mit Menschen unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt werden.

Auch die Wirkung von CBD Gegen Bluthochdruck in Tiermodellen ist noch nicht geklärt. Im Folgenden sichten wir Belege für die Wirkung von CBD gegen Bluthochdruck.

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Was ist Bluthochdruck?

Welche Ursachen gibt es?

Die meisten Fälle von Bluthochdruck oder Hypertonie werden durch mehrere Faktoren bedingt, darunter fallen körperliche Störungen, ein ungesunder Lebensstil und erbliche Veranlagung.

Körperlich kann eine sogenannte arterielle Hypertonie durch Probleme mit den Nieren, dem Herz-Kreislauf-System oder den Hormonen bedingt werden. Beim Lebensstil, so wissen wir, erhöht besonders ein hoher Salzkonsum das Bluthochdruck-Risiko, aber auch wenig Bewegung, Tabak und Alkohol sind schlecht[6].

Die Vererbung, also die Weitergabe bestimmter erblicher Merkmale und Gene an die Nachkommen, spielt eine Rolle, indem sie den Rahmen setzt. So haben Kinder von Eltern mit Bluthochdruck ein höheres Risiko, Bluthochdruck zu entwickeln[7]. Ihr eigener Lebensstil bestimmt, wie Sie diesen Rahmen ausleben.

Auch Alter und Ethnie nehmen Einfluss auf das Risiko für Bluthochdruck. Mit zunehmendem Alter des Menschen steigt der Blutdruck, daher steigt auch das Risiko für Bluthochdruck. So wird geschätzt, dass 9 von 10 Amerikanern in ihrem Leben Bluthochdruck entwickeln. Laut statistischer Erhebungen[8] entwickeln Schwarze zudem häufiger Bluthochdruck als Weiße, Asiaten oder Südamerikaner.

Bluthochdruck: Symptome des Herz-Kreislauf-Systems

In der englischen Fachliteratur wird Bluthochdruck als „silent killer“ bezeichnet, weil er häufig symptomlos und unbemerkt fortbesteht, bis sich Folgeschäden letztlich bemerkbar machen und größere Probleme auftauchen.

Offensichtliche Symptome können Schwindel, Übelkeit, Nasenbluten oder Schlaflosigkeit sein, diese Symptome sind jedoch uncharakteristisch und schwer mit dem Blutdruck in Verbindung zu bringen. Offensichtliche Anzeichen von sehr hohem Blutdruck sind Sehstörungen oder Atemnot nach einer Belastung.

Eine Langzeitfolge von Bluthochdruck ist Arterienverkalkung, die das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung massiv erhöht, ganz besonders in Kombination mit anderen Risikofaktoren wie Rauchen. Fünfzig Prozent der durch Herz-Kreislauf-Erkrankung bedingten Todesfälle werden mit Bluthochdruck in Verbindung gebracht.

Bluthochdruck kann zu einer Art Herzschwäche führen, denn durch hohen Blutdruck wird das Herz geschädigt, größer und steifer. Die Folgen sind Luftnot unter Belastung, Herzrhythmusstörungen oder ein stark erhöhter Herzschlag.

Kann CBD den Blutdruck senken?

Bis jetzt für CBD verfügbare Daten aus Tiermodellen sind nicht schlüssig[9] für seine blutdrucksenkende Wirkung. CBD wurde bislang bei zwei verschiedenen Mausmodellen eingesetzt, zeigte aber entgegengesetzte Effekte: in einem Versuch wurde die gefäßerweiternde Wirkung von CBD unterdrückt, im anderen verstärkt[10].

In einem weiteren Versuch verabreichten Forscher Ratten zwei Wochen lang CBD, sie konnten jedoch keinen Effekt auf den Blutdruck beobachten[11]. Allerdings sahen die Forscher einen Rückgang von oxidativem Stress in Blut und Herz der Tiere.

Diese Ergebnisse entsprechen nicht der Erwartung, die bislang gesammelte Daten schüren. Denn zum einen können Endocannabinoide, die der Körper selbst herstellt, das Entzündungsgeschehen[12] bei Bluthochdruck positiv beeinflussen[13], zum anderen gilt CBD als gefäßerweiternd[14] und Modulator[15] des eigenen Endocannabinoid-Stoffwechsels.

Der Grund für die Widersprüche liegt vermutlich in den verwendeten Tiermodellen, bei denen unterschiedliche Veränderungen im Endocannabinoid-System vorliegen – daher wirkt CBD jeweils anders.

Die bisher an Tiermodellen durchgeführten Studien konnten keine direkte senkende Wirkung von CBD Gegen Bluthochdruck zeigen, obwohl CBD antientzündlich und gefäßerweiternd wirkt.

Doch zwei weitere Studien mit menschlicher Beteiligung deuten an, in welche Richtung es gehen kann. Eine Studie aus dem Jahr 2020 untersuchte die gefäßerweiternde Wirkung von CBD auf Arterien von Menschen und Ratten. Die Autoren sahen, dass CBD die Blutgefäße erweiterte und schlossen mit der Vermutung, CBD könne den Blutfluss des Menschen verbessern[16].

In einem 2017 durchgeführten Versuch bekamen neun gesunde Probanden einmalig 600 mg CBD verabreicht, im Vergleich zu einem Placebo konnte CBD den Blutdruck im Ruhezustand senken. Die Probanden mit CBD zeigten auch eine geringere Stressantwort bei einem Stresstest, ihr Blutdruck stieg weniger stark an[17], als erwartet. Stress und dabei ausgeschüttete Hormone sorgen normalerweise für einen Anstieg des Blutdrucks, unter anderem weil Stresshormone die Blutbahnen verengen[18]. Die Autoren der Studie vermuten aber, dass stress- und angstlösende Eigenschaften von CBD verantwortlich dafür sind, stressbedingten Blutdruckanstieg zu mindern.

CBD Gegen Bluthochdruck: Nebenwirkungen

Bei der Nutzung von CBD-Öl ist es wichtig, mögliche Wechselwirkungen mit eingenommenen Medikamenten auszuschließen[19]. In Kombination mit Stoffen wie Alkohol oder Benzodiazepinen können Cannabinoide zu Blutdruckschwankungen, Herzrasen oder plötzlicher Ohnmacht führen. Zu den bekannten, potenziell schwerwiegenden Arzneimittelwechselwirkungen mit CBD führen folgende Medikamente[20]:

  • Warfarin, ein gängiges Blutverdünnungsmittel
  • Amiodaron, ein Herzrhythmus-Medikament
  • Levothyroxin, ein Schilddrüsenmedikament
  • Einige Medikamente gegen Krampfanfälle, darunter Clobazam und Lamotrigin

Der Grund, warum Produkte wie CBD-Öle manchmal in Verruf geraten ist ihr Status als Nahrungsergänzungsmittel (NEM), denn als solches müssen sie nicht erst für den Markt zugelassen werden. Einige Überprüfungen konnten zeigen, dass NEMs Stoffe enthalten, die nicht angegeben waren oder zu wenig des versprochenen Wirkstoffes. Auch wenn das Problem meistens letzteres ist, sollten Sie CBD-Öle am besten bei seriösen Herstellern kaufen, die aktuelle Laboranalysen zur Verfügung stellen.

Einnahme und Dosierung

Generell gilt: niedrig anfangen und langsam die Dosis steigern. Auf diese Weise können etwaig auftretende Nebenwirkungen früh erkannt und die Behandlung darauf abgestimmt werden. Viele Hersteller stellen Beispiele für die Dosierung zur Verfügung.

Die Chance auf eine Wirkung oder die Gefahr vor Nebenwirkungen sollte bei der Einnahme von CBD-Ölen jedoch geringer sein, als in Studien beobachtet. Denn es gibt einen positiven Zusammenhang zwischen Dosis und Nebenwirkung und in den meisten Studien mit CBD wurde signifikant mehr CBD eingesetzt, als durch die Einnahme von CBD-Ölen aufgenommen werden kann. Somit basieren die in Studien beobachteten Nebenwirkungen auf bis zu 15-fach höheren Dosen. Das gleiche gilt allerdings auch für die Wirkung von CBD, dennoch ist eine Wirkung auch bei weniger CBD möglich[21].

Fazit – Kann die regelmäßige Einnahme von CBD Öl den Blutdruck senken?

Die Bekämpfung von Bluthochdruck ist wichtig, denn die Langzeitfolgen sind gravierend. Aufgrund der großen Schäden, die schon bei moderatem Bluthochdruck beobachtet wurden, setzte die American Heart Association und die Vereinigung der Kardiologen in den USA 2017 neue Leitlinien durch: seitdem fällt schon ein etwas niedrigerer Blutdruck in die Kategorie 3 – Bluthochdruck Stufe 1[1]. Die neuen Leitlinien führten zu einer neuen Einordnung der Bevölkerung, sodass heute fast die Hälfte der US-Bevölkerung mindestens Bluthochdruck der Stufe 1 hat.

CBD scheint durch seine antientzündlichen und gefäßerweiternden Eigenschaften und seine Rolle im Endocannabinoidsystem ein guter Kandidat für die begleitende Behandlung von erhöhtem Blutdruck zu sein. Eine Studie lässt Potenzial für Blutdruckgeschehen erkennen, die stressbedingt ausgelöst werden. Für endgültige Schlüsse fehlen Daten aus Tiermodellen und klinischen Studien am Menschen.

Häufig Gestellte Fragen

Welche Veränderung des Lebensstils wird empfohlen?

Bei Blutdruck der gemäßigten Kategorie empfehlen Ärzte oft kleine Anpassungen beim Lebensstil, wie mehr Bewegung, weniger Salz, weniger Alkohol und weniger Tabakrauch. Meist profitieren Patienten massiv durch diese Veränderungen.

Gibt es einen Geheimtipp?

Forschung eines Psychoanalytikers legt nahe, dass Bluthochdruck auch psychosomatische Gründe hat. Auch neuere Forschung bestätigt immer wieder die Rolle, die Stress spielen kann[22]. Daher können alternative Behandlungsmethoden wie Biofeedback oder Meditation nützlich sein. Versuchen Sie es mit weniger Stress.

Wie kann Stress verhindert werden?

Das kommt sehr auf die Person und die Veranlagung an. Aber ein Thema, das auf die meisten zutrifft, ist Stress beim Essen. Stress vor und während der Mahlzeit schlägt sich stark auf unsere Stimmung, unser Gemüt und, über die Aufnahme der Nahrung, auch in unseren Hormonen nieder. Ruhe und Entspannung bei der Mahlzeit breitet sich ebenfalls über den gesamten Organismus aus und strahlt noch weiter in den Tag hinein.


+ 22 sources

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  2. Berry, J.D., Dyer, A., Cai, X., Garside, D.B., Ning, H., Thomas, A., Greenland, P., Van Horn, L., Tracy, R.P. and Lloyd-Jones, D.M. (2012). Lifetime Risks of Cardiovascular Disease. New England Journal of Medicine, [online] 366(4), pp.321–329. Available at: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22276822/ [Accessed 29 Aug. 2021].
  3. Elsevierelibrary.de. (2011). Basislehrbuch Innere Medizin – Elibrary, die Online-Bibliothek für medizinische Fachbücher von Elsevier. [online] Available at: https://institut.elsevierelibrary.de/product/basislehrbuch-innere-medizin [Accessed 29 Aug. 2021].
  4. Statista. (2015). Prävalenz von Bluthochdruck in ausgewählten Ländern im Jahr 2015 | Statista. [online] Available at: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/232495/umfrage/praevalenz-von-bluthochdruck-in-ausgewaehlten-laendern/ [Accessed 29 Aug. 2021].
  5. Kicman, A. and Toczek, M. (2020). The Effects of Cannabidiol, a Non-Intoxicating Compound of Cannabis, on the Cardiovascular System in Health and Disease. International Journal of Molecular Sciences, [online] 21(18), p.6740. Available at: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7554803/ [Accessed 29 Aug. 2021].
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  13. Biernacki, M., Malinowska, B., Timoszuk, M., Toczek, M., Jastrząb, A., Remiszewski, P. and Skrzydlewska, E. (2018). Hypertension and chronic inhibition of endocannabinoid degradation modify the endocannabinoid system and redox balance in rat heart and plasma. Prostaglandins & Other Lipid Mediators, [online] 138, pp.54–63. Available at: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30201316/ [Accessed 29 Aug. 2021].
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