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CBD Öl Für Tiere: Erfahrungen, Dosierung & Kaufen 2023
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Ist CBD-Öl für Tiere sinnvoll?
Hunde und Katzen sind weltweit die beliebtesten Haustiere. Für viele Hunde- und Katzenbesitzer gehört der Vierbeiner zur Familie und wird wie ein vollwertiges Familienmitglied umsorgt, auch bei Problemen und Krankheit. Doch die Behandlungen sind oft teuer, Medikamente wirken unspezifischer als beim Menschen und letztlich können sich Haustiere nicht wie Menschen mitteilen. Cannabidiol (CBD), ein Molekül aus der Cannabispflanze, ist vielversprechend für die Anwendung gegen menschliche Leiden wie Angststörungen, Schmerzen oder Depression. Könnte CBD auch unseren Vierbeinern und anderen Tieren helfen?
Laut dem Bundesverband für Tiergesundheit gehören Gelenkerkrankungen oder Erkrankungen der Muskeln, Sehnen und Bänder zu den Top-10 der am meisten diagnostizierten[1] Krankheiten bei Haustieren. Meist kann der Arzt, so wie beim Menschen, die Ursache nicht komplett beseitigen, sollte es sich beispielsweise um Verschleißerscheinungen oder chronische Zustände handeln. Zu den Konsequenzen gehören mitunter chronische Schmerzen, die zudem in Ängstlichkeit oder Verunsicherung münden können. Hier mit CBD eine gut verträgliche und dauerhafte Alternative zu pharmazeutischen Medikamente mit starken Nebenwirkungen zu haben, wäre vorteilhaft.
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Was ist CBD für Tiere?
CBD für Tiere ist dasselbe wie CBD für Menschen: aus der Hanfpflanze gewonnene und aufgereinigte Extrakte. Die meisten Tiere haben die gleiche Ausstattung wie wir – das Endocannabinoid-System. Dieses spielt auch im übrigen Tierreich eine wichtige Rolle bei der Steuerung grundlegender Prozesse[2] wie Immunsystem, Entzündungen und Schmerzen. Es ist an der Verdauung beteiligt, der Steuerung von Hunger und Appetit oder der Entwicklung des ungeborenen Embryos.
Bei welchen Tierarten kann CBD angewendet werden?
Bislang wurde CBD bei Mäusen, Ratten, Hunden und Katzen in kontrollierten Studien eingesetzt. Aus den Versuchen mit Ratten und Mäusen wurden viele der grundsätzlichen Zusammenhänge aufgedeckt, Studien mit Katzen und Hunden gibt es bislang aber kaum. Daher müssen wir die vorhandenen Daten mit Vorsicht interpretieren, insbesondere wenn es um die Sicherheit der Haustiere geht.
Noch schwieriger ist es daher, eine positive Wirkung von CBD auf unterschiedliche Beschwerden von Hund und Katze abzuleiten. Es besteht großer Bedarf an dieser Forschung[3], um mehr über die Wirkung von CBD bei Hund, Katze und Co. herauszufinden und letztlich evidenzbasierte Anwendungen für die Tiere zu schaffen.
Mögliche Anwendungsgebiete von CBD Öl Für Tiere
Da das Endocannabinoid-System auch bei anderen Tieren ähnlich funktioniert, wie beim Menschen, kann CBD für die gleichen Beschwerden eingesetzt werden. Zu den möglichen Anwendungsgebieten gehören zum Beispiel die Dämpfung von Ängsten oder Stress oder die Regulierung von Entzündungszuständen, die an der Wurzel vieler Krankheiten stehen.
Endocannabinoide sind an der Weiterleitung des Schmerzsignals in unserem Körper beteiligt, daher ist der Einsatz von CBD für Tiere bei Schmerzen vielversprechend. Cannabinoide sind an der Modulation des Gefühls für Sättigung beteiligt[4], der Konsum von THC führt häufig zu übermäßigem Appetit. Die besten Belege für eine medizinische Wirkung beim Menschen gibt es für CBD bei Epilepsie[5]. Da auch Hunde und Katzen an Epilepsie leiden können, ist CBD hier besonders vielversprechend.
CBD Öl Für Tiere gegen Angst und Stress
Bei Erkrankungen wie Migräne, Depression oder posttraumatischen Belastungsstörungen sind Endocannabinoid-Spiegel im Körper deutlich verringert, daher wird ein Mangel an Cannabinoiden mit Angst und ängstlichen Symptomen in Verbindung gebracht[6]. Obwohl nicht vollständig geklärt ist, ob der Cannabinoid-Mangel in jedem Fall die Ursache der Erkrankung oder eine Folge ist, zeigte die Behandlung mit CBD in klinischen Studien Erfolge gegen akute Angst.
In einem bekannten Versuch wurde Probanden der Studie vor einer stressigen, öffentlichen Rede entweder Benzodiazepine (Valium) oder 300 mg CBD verabreicht. CBD wirkte in dieser Studie ähnlich angstlösend wie Valium[7].
Linderung von Schmerzen
Wenn der Körper eine Verletzung hat oder Gewebe verletzt ist, bildet er dort eigene Endocannabinoide und aktiviert Cannabinoid-Rezeptoren. Auf diese Weise sollen die Entzündungsreaktion gelindert und die Nerven für die Weiterleitung von Schmerz de-sensibilisiert werden.
Dabei sorgt der erste Rezeptor (CB1) dafür, dass das Schmerzsignal nicht so stark weitergegeben wird, der zweite Rezeptor (CB2) dämmt das Entzündungsgeschehen ein und sorgt auf diese Weise für weniger Schmerzen[8]. Durch diese molekularen Zusammenhänge ist CBD ein vielversprechender Kandidat für die Behandlung von Schmerzen bei Menschen und Haustieren wie Hunden oder Katzen.
Epileptische Anfälle
Im Jahr 2018 hat die US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel das CBD-haltige Arzneimittel Epidiolex zur Anwendung gegen schwere Formen von Epilepsie bei Kindern zugelassen[9]. CBD wirkt krampflösend und neuroprotektiv und kann die Frequenz und Intensität von Anfällen drastisch mindern. Auch bei anderen Anfalls-Erkrankungen und Erkrankungen des zentralen Nervensystems[10] scheint CBD aufgrund seiner Wirkungsweise und seiner guten Verträglichkeit[11] vielversprechend. Da auch andere Tiere unter diesen Erkrankungen leiden können, ist CBD für Tiere auch hier eine große Chance.
CBD Öl Für Tiere bei Entzündungen
Entzündungen und Entzündungsgeschehen scheinen bei vielen Krankheiten eine wichtige Rolle zu spielen[12], wie zum Beispiel bei Multipler Sklerose, Arthritis, Colitis oder entzündlichen Hauterkrankungen wie Psoriasis. Auch wenn es bislang wenige bis keine Belege für die Wirkung von CBD bei Erkrankten gibt, sind Cannabinoide nachgewiesenermaßen an der Regulierung des Immunsystems und damit an der Steuerung von Entzündungsprozessen beteiligt. Das belegt das Vorhandensein von CB2-Rezeptoren auf Zellen des Immunsystems[13].
Gewisse antientzündliche Arzneimittel wirken mit Hilfe des Endocannabinoid-Systems. NSAIDs wie Paracetamol sorgen dafür, dass Endocannabinoide langsamer aufgenommen werden[14] und somit länger ihre antientzündliche Arbeit tun.
CBD für Haustiere – Dosierung
Beim Blick in die Shops der großen CBD-Öl-Hersteller fällt auf, dass die CBD für Tiere etwas niedriger dosiert sind, als die Produkte für Menschen. Das hängt vermutlich mit dem Körpergewicht der Haustiere zusammen. Die Dosis eines Wirkstoffs wird in der Regel in Bezug auf das Körpergewicht angegeben[15]. Würde man für Menschen dosiertes Öl bei Tieren anwenden, so ergäbe sich eine ungleich stärkere Wirkung beim Tier. Wohl aus diesem Grund passen die Hersteller die Dosierung bei Tierprodukten an, sodass die Tropfen letztlich normal verabreicht werden können.
Es gibt bislang nur sehr wenige Studien, die Dosierung und Wirkung direkt an Hund und Katze testen. Eine Studie aus dem Jahr 2019 verglich Blutwerte und Verhalten von CBD im Körper von Hunden und Katzen und fand, dass Katzen CBD entweder schlechter oral aufnehmen oder schneller abbauen, als Hunde. Die Autoren sahen das als ersten Hinweis, dass wirksame Dosierungen bei beiden Spezies unterschiedlich sein könnten.
Kann CBD Öl Nebenwirkungen bei Tieren hervorrufen?
Seitdem Cannabis in einigen Ländern legalisiert wurde, steigt auch die Anzahl der Haustiere, die mit Vergiftungserscheinungen zum Tierarzt gebracht werden. Besonders Cannabis und THC werden mit Nebenwirkungen wie Starre, Apathie, Unruhe und Herzproblemen in Verbindung gebracht[16].
Bislang haben sich zwei kontrollierte Studien mit der Sicherheit von CBD bei Katzen beschäftigt. Die erste Studie untersuchte die Wirkung von CBD, THC und THC mit CBD. Generell wurden mehr Nebenwirkungen beobachtet, wenn auch THC verabreicht wurde. Bei Einzeldosen von bis zu 30 mg CBD per Kilo Körpergewicht wurden nur milde Nebenwirkungen beobachtet, wie Lethargie oder Ataxie, die aber nur kurzzeitig vorhanden waren und ohne medizinische Hilfe wieder verschwanden[17]. Die andere Studie untersuchte acht Katzen und fand nach der Verabreichung ungewöhnliche Blutwerte bei einer der acht Katzen und exzessives Lecken und Schütteln des Kopfes bei allen Katzen[18].
In einer weiteren Studie vertrugen Hunde Einmaldosen von bis zu 640 mg CBD gut und zeigten meist milde Nebenwirkungen wie Lethargie oder schnellen Verlust von Körperwärme[19]. In einem weiteren Versuch wurde Hunden 28 Tage lang täglich CBD von bis zu 12 mg je Kilo Körpergewicht verabreicht. Alle Hunde vertrugen CBD gut und zeigten keine klinisch relevanten Nebenwirkungen[20].
CBD bei Tieren – Fazit
Der Mensch und die meisten anderen Tiere besitzen das Endocannabinoid-System. Cannabinoide aus der Hanfpflanze nutzen diese vorhandene Infrastruktur und entfalten daher eine Wirkung. Ein Großteil der Erkenntnisse über die Wirkung von CBD im Organismus kommt aus Versuchen mit Mäusen und Ratten, daher gilt es, die Wirkung von CBD sowohl bei anderen Tieren als auch beim Menschen noch genauer zu belegen.
Doch wie für den Menschen auch mangelt es für Tiere wie Hunde und Katzen an kontrollierten Studien zu diesem Thema. Allgemein sind die Vorzeichen aber positiv. CBD ist auch bei Haus- und anderen Tieren vielversprechend zur Behandlung von einer Vielzahl von Störungen und Krankheiten.
Häufig Gestellte Fragen
Es ist zwar wahrscheinlich, dass das Pferd auch auf CBD anspricht, es gibt bislang jedoch keine Erkenntnisse zur Sicherheit und etwaigen Nebenwirkungen bei anderen Tieren. Daher ist der Einsatz von Cannabis-Extrakten oder CBD zur jetzigen Zeit nicht sicher.
Die Gefahr dafür scheint recht gering. Zum einen ist CBD für Haustiere meist niedriger dosiert, als für Menschen. Zum anderen haben die ersten Studien die Sicherheit von CBD bei bis zu 600 mg Einzeldosen bestätigt. Dafür müsste der Hund die komplette Packung auf einmal verzehren. Wie immer ist es natürlich ratsam, solche Wirkstoffe außerhalb der Reichweite von Tieren aufzubewahren.
Die Studienlage ist hierfür sehr dünn. CBD scheint auch bei Katzen sicher zu sein, es zeigten sich bei einer Studie aber einige Auffälligkeiten, wie exzessives Lecken und übertriebenes Kopfschütteln.
+ 20 sources
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